Lossprechungsfeier der Brauer und Mälzer in historischem Ambiente – Ein Prost auf den Nachwuchs: Sieben auf einen Streich

Veröffentlicht von: der reporter
Veröffentlicht am: 15.01.2018 15:35
Rubrik: Industrie & Handwerk


In Dortmund wurden jetzt sieben Brauer und Mälzer nach den Zunftregeln losgesprochen. © Holger Bernert
(Presseportal openBroadcast) - (hob) Sechs Männer und eine Frau wurden im historischen Sudhaus der Hansa-Brauerei in Dortmund feierlich losgesprochen. Nach der Übergabe der Prüfungszeugnisse können sich die engagierten Nachwuchskräfte nun offiziell Brauer und Mälzer nennen. Für die Prüfungsbesten gab es wieder eine besondere Ehrung durch den Brauereiverband NRW. Geschäftsführer Heinz Linden übergab Geldpreise an die Prüfungsbeste Nadja Köbernik von der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG in Kreuztal-Krombach, an Julian Jantz von der Brauerei zur Malzmühle Schwartz GmbH & Co. KG in Köln und Kilian Luerweg von der König-Brauerei GmbH in Duisburg.

Bevor Oliver Landsberger vom Prüfungsausschuss in die Rolle des launigen Gambrinus als Schutzheiliger der Brauer und Mälzer schlüpfte, machte der Braumeister der König-Brauerei in Duisburg ein Fass fürs Ehrenamt auf. „Natürlich benötigen wir sie als Fachleute in unseren Brauereien“, so die Pils-Ikone aus Duisburg, die vor 35 Jahren selbst ihre Gesellenprüfung absolvierte. „Wir brauchen sie aber auch für die ehrenamtliche Arbeit in der Branche. Zwar sind meine Kollegen und ich noch ein paar Jahre im Amt, doch für die Zukunft benötigen wir dringend Mitglieder für unseren Prüfungsausschuss. Und eins kann ich garantieren: neben der anspruchsvollen Aufgabe haben wir auch jede Menge Spaß miteinander.“

Für Steffen Krauß war es eine besondere Ehre, dass die Lossprechungsfeier in diesem Winter im historischen Sudhaus der traditionellen Hansa-Brauerei stattfand. „Vielleicht haben wir heute die Führungskräfte von morgen gesehen“, hofft der Technische Betriebsleiter der Dortmunder Actien-Brauerei. „Aus diesem Grund bilden wir unsere Brauer und Mälzer aus. Dies ist ein Beruf mit Zukunft. Gleichzeitig möchte ich die Schulabgänger von morgen dazu ermutigen, sich für eine Ausbildung in diesem ebenso interessanten wie zukunftsträchtigen Beruf zu bewerben.“

Das Fritz-Henssler-Berufskolleg, an dem der theoretische Unterricht für die angehenden Brauer und Mälzer aus ganz Deutschland stattfindet, kann einen neuen Kollegen in seinem Lehrerteam begrüßen. Seit dem 1. November vergangenen Jahres ist Benedikt Ott als Technischer Lehrer an der Schule tätig. Der Diplom-Braumeister mit eigener Craft Beer- Brauerei in London, ist nun Leiter der schuleigenen Brauerei. „Während des Blockunterrichts können die Auszubildenden hier ihr eigenes Bier brauen“, erklärt der 37-Jährige. „Die handwerkliche Umsetzung des Erlernten ist wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Rund 90 Prozent der jungen Leute arbeiten in Brauereien, in denen der Brauvorgang sehr technisiert ist. In unserer Schulbrauerei können wir zeigen, wie der Brauprozess vonstattengeht. Brauen zum Anfassen.“

Der Geschäftsführer des Brauereiverbandes NRW, Heinz Linden, genoss die ansteckende Begeisterung der jungen Leute während der Lossprechungsfeier in Dortmund. „Heute ist ein Tag, an dem sie sich selbst feiern dürfen. Mit dem erlangten Fachwissen haben sie den Schlüssel für ihre berufliche Zukunft erworben.“ Anschließend überreichte er im Namen des Brauereiverbandes NRW die Geldpreise für die Prüfungsbesten der diesjährigen Winterprüfung.
Unter ihnen auch eine junge Frau aus dem Siegerland, die ihre männlichen Kollegen weit hinter sich ließ.

Sie hatte schon immer ein Faible für naturwissenschaftliche Fächer. Doch Studieren kam für Nadja Köbernik nie infrage. Und so entschied sich die 20-Jährige für eine Ausbildung zur Brauerin und Mälzerin. „Ich liebe diesen Beruf und werde der Branche auf jeden Fall erhalten bleiben“, sagte die Prüfungsbeste nach der Ehrung und freute sich über die glatte Eins in ihrem Zeugnis. „Auf jeden Fall werde ich die nächsten sechs Monate in meinem Ausbildungsbetrieb in Kreuztal-Krombach weiterbeschäftigt. Ich möchte natürlich gerne übernommen werden, da ich sehr eng mit dem Siegerland und seinem Bier verbunden bin.“

www.brauereiverband-nrw.de

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