Zahlungseinstellung bei Optioment.com ?

Veröffentlicht von: CLLB Rechtsanwälte Partnerschaftsges. mbB
Veröffentlicht am: 18.01.2018 15:38
Rubrik: Recht & Politik


(Presseportal openBroadcast) - München, Berlin 17.01.2018: Der Markt mit Cryptocurrencies, wie Bitcoin, Ripple & Co. boomt. Immer mehr Investmentplattformen drängen auf den Markt und bieten ihre Dienste interessierten Anlegern an. Eine dieser Plattformen ist Optioment.com, die seit Anfang 2017 ihr Geschäftsmodell auch für den deutschen Markt anbietet.

Das Investmentmodell von Optioment.com funktioniert wie folgt:

Das OPTIOMENT Bitcoin Trading ist ein privater, in Costa Rica ansässiger Bitcoin Fonds, dessen Ziel es ist, hohe Renditen durch das Investieren von Bitcoins in sicheres Arbitrage- und manuell überwachtes Crypto-Trading zu investieren. Arbitrage Trading zieht seinen Vorteil aus Kursunterschieden ein und derselben Cryptocoin auf verschiedenen Marktplätzen. Manuelles Crypto-Trading investiert in einen Markt, der extrem hohe Renditen ermöglicht, aber auch extrem hohe Risiken birgt, wie der jüngste Crash am Cryptomarkt eindrucksvoll gezeigt hat.

Nach eigenen Aussagen von optioment.com steht die Sicherheit des Anlagekapitals bei der Trading-Plattform im Vordergrund. Diese formuliert es wie folgt:

„Unser Fokus liegt auf dem Schutz der Depots unserer Mitglieder. Das zeigt sich an unserem Geschäftsmodell, unseren Vorgangsweisen und den involvierten Menschen.“

Versprochen werden 1,5% bis 4% Rendite. Pro Woche!

Das klingt alles sehr gut, so lange es funktioniert.

Im Dezember 2017 stellte die Trading-Plattform ihre Webseite um. Seitdem ist der Bereich für die Zahlungsdienste nicht mehr erreichbar, Transaktionen werden nicht mehr ausgeführt.

Die Trading-Plattform richtet sich dezidiert auch an den deutschen Markt. Die Webseite ist neben Englisch auch komplett auf Deutsch ausgestaltet. Deutsche Anleger werden namentlich als Werbebeispiele aufgeführt.

Der angebotene Arbitragehandel sowie das manuelle Crypto-Trading stellen Nach Auffassung von Rechtsanwalt István Cocron, Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte, Finanzdienstleistungen im Sinne des Kreditwesengesetzes dar, die bei einem Angebot auch in Deutschland und gerichtet an deutsche Anleger einer Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) bedürfen.

Fehlt eine solche Erlaubnis der BaFin gemäß § 32 KWG stellt der Arbitragehandel in Deutschland eine strafbare Handlung dar. Konten, Transaktionen und Investments deutscher Mitglieder müssten rückabgewickelt werden. Grundsätzlich können die Verantwortlichen Betreiber des Fonds auch persönlich in die Haftung genommen werden. „Aufgrund des sog. „fliegenden Gerichtsstands“ sind Klagen auch in Deutschland möglich“, so Rechtsanwalt Cocron, weiter.

Betroffene Anleger sollten ihre rechtlichen Ansprüche durch einen Fachanwalt für Kapitalmarktrecht prüfen lassen. Die Kanzlei CLLB unterstützt betroffene Anleger bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche.

Pressekontakt:

Pressekontakt: CLLB Rechtsanwälte, Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz, Sittner Partnerschaft mbB, Rechtsanwalt István Cocron, Panoramastr.1. 47, 10178 Berlin, Fon: 030 / 288 789 60, Fax: 030 / 288 789 620; Mail: kanzlei@cllb.de, Web: www.cllb.de

Firmenportrait:

CLLB Rechtsanwälte steht für herausragende Expertise auf dem Gebiet des Zivilprozessrechts. Die Ausarbeitung und erfolgreiche Umsetzung einer zielführenden Prozessstrategie ist nicht nur in Großverfahren mit mehreren hundert geschädigten Investoren ein entscheidender Faktor. Auch komplexe Einzelverfahren gerade mit internationalem Bezug können nur durch den Einsatz spezifischer Erfahrung und detaillierter Sach- und Rechtskenntnis optimal geführt werden. Unsere Anwälte sind deshalb mit der Funktionsweise von Finanzprodukten der geregelten und ungeregelten Märkte bestens vertraut, als Kapitalmarktrechtspezialisten ausgewiesen und verfügen über langjährige, d.h. zum Teil mehr als zehnjährige, einschlägige Justizerfahrung vor Gerichten in der gesamten Bundesrepublik. Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte wurde im Jahr 2004 in München gegründet und konnte sich durch zahlreiche Erfolge in aufsehenerregenden Verfahren bereits nach kurzer Zeit etablieren. Beinahe zwangsläufig war deshalb die Erweiterung der Repräsentanz mit Eröffnung eines weiteren Standortes in der Bundeshauptstadt Berlin im Jahr 2007. Neben den vier Gründungspartnern István Cocron, Steffen Liebl, Dr. Henning Leitz und Franz Braun, deren Anfangsbuchstaben für die Marke "CLLB" stehen, ist mit Alexander Kainz seit 2008 ein weiterer Partner für den Mandantenerfolg verantwortlich. Mittlerweile vertreten zwölf Rechtsanwälte von CLLB die rechtlichen Interessen ihrer Mandanten. Sie sind dabei vorwiegend auf Klägerseite tätig und machen für sie Schadensersatzforderungen geltend. Das heißt kurz zusammengefasst: Wir können Klagen.


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