Meldung zu den aktuellen Diskussionen

Veröffentlicht von: DITIB - Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. 
Veröffentlicht am: 23.01.2018 17:56
Rubrik: Vereine & Verbände


(Presseportal openBroadcast) - Köln, 23.01.2018: Die aktuellen Kämpfe in der syrischen Region Afrin werden derzeit zum Anlass genommen, die DITIB-Moscheen in sozialen Netzen oder medialen Debatten ausdrücklich als Zielobjekt zu zeigen. Leider waren auch in den letzten zwei Tagen zwei DITIB-Gemeinden Ziel terroristischer Anschläge. Zu befürchten sind Nachahmungstäter. Über diese Entwicklung ist unsere DITIB-Gemeinschaft sehr besorgt. Wir verurteilen jede Art von Zwietracht und Ungerechtigkeit, jede Art von Terror, Gewalt und Aufruf zu Gewalt.
Die aktuellen Übergriffe in der Nacht zum Montag, in denen zwei unserer Moscheen (Minden, Leipzig) mit Schriftzügen und Farbe beschmiert und Fenster eingeschmissen wurden, belegen die kriminelle Energie terroristischer Gruppen und ihrer Sympathisanten. Sicherheitskräfte sind angesichts der gestiegenen Zahlen von Übergriffen in der Verantwortung, muslimische Einrichtungen vor Übergriffen dieser Art, insbesondere aus dem politisch-extremen Spektrum, zu schützen.
An diesen Tagen gelten unsere Gebete dem Frieden. Wir beten entsprechend der Grundprinzipien des Islam für Gerechtigkeit, Güte, Liebe, Respekt, Toleranz und Frieden, gegenseitige Hilfe und Solidarität. Es ist die selbstbestimmte Entscheidung eines jeden Gläubigen oder einzelner DITIB-Gemeinden, sich entsprechend der Bedürfnislage dem Gebet für den Frieden hinzuwenden. Welche Gebete gesprochen werden, entscheiden die Gemeinden aller Religionsgemeinschaften selbst, dies ist Teil des grundgesetzlich geschützten Bereichs der Religionsfreiheit. Eine Beeinflussung wäre rechtswidrig. Ein Aufruf zu bestimmten Gebeten in den Gemeinden erfolgte durch die DITIB nicht.
Angesichts der aktuellen Lage rufen wir erneut dazu auf, sich der Entwicklungen und Entgleisungen bewusst zu werden. Respekt, Maß und Gewaltlosigkeit in unserer Sprache und in unserem Handeln muss mehr zur Geltung kommen, dazu sind wir alle, politischen, medialen und gesellschaftlichen Akteure heute und immer wieder aufgerufen.

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