Wie bekommt man eigentlich eine Sportwettenlizenz?

Veröffentlicht von: Terra-Codes GmbH
Veröffentlicht am: 31.01.2018 16:14
Rubrik: IT, Computer & Internet


(Presseportal openBroadcast) - Grundsätzlich ist es so, dass erst einmal jeder, der volljährig ist, auch eine Sportwettenlizenz beantragen könnte. Alle durchweg seriösen Buchmacher in der heutigen Zeit besitzen eine Lizenz. Sie erlaubt und genehmigt aus rechtlicher Sicht, das Anbieten und Vermitteln von Sportwetten. Allerdings klaffen die Bedingungen und Voraussetzungen für diese Lizenz europaweit sehr stark auseinander. Denn jeder einzelne Staat versucht auf eigenem Weg Statuten und Rechtswege für die Vergabe der Lizenzen aufzustellen. Und das, obwohl es klare Angaben und auch Richtlinien der EU hierfür gibt, werden sie nur vereinzelt angewendet. Ein totales Durcheinander entsteht und sich im Dschungel der einzelnen Bedingungen und Richtlinien einzelner Staaten und Länder überhaupt auszukennen, ist nicht gerade einfach. In Deutschland sind diese zwar auf dem ersten Blick recht klar und deutlich deklariert, doch dennoch beklagen viele hierbei eher eine unübersichtliche Rechtslage, wer eine Lizenz bekommen kann, und wer nicht. Eine neue Reglung für die Lizenzvergabe soll nun ab 2018 greifen.

Europa untereinander nicht grün

Die Regeln für die Lizenzvergabe sind sogar in einigen europäischen Ländern so konträr, dass dem Antragsteller schon beim ersten Durchforsten der Richtlinien die Haare zu Berge stehen. Genehmigungen zu bekommen, ist auch in anderen Gefilden, außerhalb Europas möglich, wobei man auch hier deutliche Unterschiede erkennen kann und zudem teils nicht sicher sein kann, ob diese auch tatsächlich rechtskräftig und legal sind. Denn auch hier sollte man schon ein wenig Vorsicht walten lassen, bevor man allzu schnell handelt und auch Schnäppchen diesbezüglich zugreift, die sich im Nachhinein als Falle herausstellen. Genehmigungen aus der Karibik beispielsweise, sind grundsätzlich in der Regel als seriös zu betrachten und auch legal. Ebenfalls sichere Lizenzen kann man in Malta und Gibraltar bekommen. In Deutschland wird es schwieriger, aber dennoch ist es möglich, wenn alle Vorgaben und Richtlinien beachtet und befolgt werden. Die EU-Lizenz gilt allerdings unter Buchmachern als absolutes Qualitätsmerkmal und wird auch sehr häufig für viele Tätigkeitsbereiche diesbezüglich als Aushängeschild verlangt.

Malta und Gibraltar sind Spitzenreiter

Beim Betrachten der Herkunftsländer einzelner Buchmacherlizenzen zeichnet sich ganz deutlich ein Bild ab: Mehr als die Hälfte der Onlineanbieter sind dort als Lizenzinhaber registriert. Malta und Gibraltar haben sich im Laufe der Jahre Dank ihrer vorbildliche Vorgehensweise und Ausarbeitung bei der Lizenzvergabe einen Namen in der Szene gemacht. Die Richtlinien sind streng und die Aufsichtsbehörden dieser beiden Mittelmeerstaaten setzen seit geraumer Zeit Trends in Sachen Onlineglücksspielsicherheit. Die ansässige Lotterie & Gaming Authority in Malta vergibt die Genehmigungen in vier unterschiedlichen Klassifizierungen. Allerdings ist die Grundvoraussetzung für die Lizenz, dass die jeweilige Anbieterfirma im Land ansässig ist. Für 100000 Euro werden die wichtigsten Lizenzen erteilt und die Integrität des Antragstellers seitens der Aufsichtsbehörde überprüft. Im Vergleich zu Nachbarstaaten relativ günstig also. Ein absolut positiver Aspekt für alle Onlineunternehmen sind die günstigen Steuersätze in Malta. Die Endbesteuerung liegt aufgrund diverser Rückerstattungsregelungen nur bei diedrigen fünf Prozent. Kein Wunder also, dass besonders viele Lizenzinhaber eine Malta-Zugehörigkeit aufweisen können.

In Deutschland nichts Neues

Noch immer ist der Staat damit fleißig beschäftigt, den hiesigen Buchmacher Oddset einigermaßen zu sichern. So werden immer mehr private Anbieter ganz nah an den Rand der Illegalität bugsiert. Seit vielen Jahren versucht Deutschland nichts anderes, als die EU-Richtlinien zu umgehen. Das Innen Ministerium in Schleswig Holstein brachte neuen Wind in die Sache und stellte kurzerhand eigene Lizenzen aus. Mit der Einführung der Wettsteuer 2012 und den damit einhergehenden Regeln wurde somit wieder alles auf Null geschraubt. Das Innenministerium Hessen wurde beauftragt, nun rund 20 Lizenzen für Sportwetten des Bundes zu vergeben. Das Auswahlverfahren allerdings war so undurchsichtig, dass Skepsis aufkam. Ab Januar 2018 sollen nun 35 statt 20 Lizenzen vergeben werden, auch an solche wie Tipico, die zum damaligen Zeitpunkt keine Lizenz bekamen. Im Rahmen des zweiten Glücksspieländerungsstaatsvertrages werden weitere Änderungen aufgelistet. Darunter auch Einsatzlimits, mit denen ein Verlust von 1000 Euro beispielsweise ausgeschlossen werden kann.

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