Dr. Anemone Bippes: Mittelstand im Land vor großen Aufgaben

Veröffentlicht von: Dr. Anemone Bippes
Veröffentlicht am: 23.03.2018 08:32
Rubrik: Freizeit & Hobby


(Presseportal openBroadcast) - KFW Mittelstandsatlas offenbart Licht und Schatten für den Mittelstand in Baden-Württemberg: Nachfolgefrage, Fachkräftemangel, vernachlässigte Digitalisierung

BADEN-BADEN / RASTATT / STUTTGART. Die besondere Bedeutung des Mittelstands für den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt wird einmal mehr mit dem jetzt vorgelegten Mittelstandsbericht der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) deutlich. Vor allem in Baden-Württemberg ist der Mittelstand eine besonders starke tragende Säule der Wirtschaft. "Regelmäßig belegt unser Mittelstand Spitzenpositionen im Bundesländervergleich. Bei den Investitionen und der Exportorientierung ist der baden-württembergische Mittelstand ganz vorne. Der Mittelstandsatlas offenbart aber nicht nur Licht, sondern auch Schatten - insbesondere hinsichtlich Digitalisierung und Unternehmensnachfolge. Das Thema Fachkräftemangel bleibt auf der Tagesordnung", so Dr. Anemone Bippes (http://www.anemonebippes.de/blog/2018/03/17/dr-anemone-bippes-mittelstand-vor-grossen-aufgaben/), Kreisvorsitzende der Mittelstandsvereinigung (MIT) Baden-Baden / Rastatt.

Digitalisierung und Unternehmensnachfolge - Herausforderungen für den Mittelstand

Das Investitionsvolumen des Mittelstandes in Baden-Württemberg beläuft sich von 2012 bis 2016 mit 8.800 Euro pro Beschäftigten rund 10 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Nach Auskunft der L-Bank ist der Mittelstand im Land auch hinsichtlich des Internationalisierungsgrades ganz vorne. Ein Viertel der Unternehmen im Südwesten sind im Ausland aktiv - kein Bundesland kann mit ähnlichen Werten aufwarten. "Ein Wert in der Untersuchung macht deutlich, dass der Mittelstand trotz bester Wirtschaftsdaten vor großen Aufgaben steht. Baden-Württemberg hat die ältesten Unternehmer. Über 60 Jahr ist mehr als jeder vierte. In keinem Bundesland stellt sich die Nachfolgefrage dringlicher als im Ländle", meint Dr. Anemone Bippes.

Nachfolgefrage ist Aufgabe auch der Wirtschaftspolitik in Bund und Land

Aufgrund einer fehlenden amtlichen Statistik muss bei den anstehenden Unternehmensübergaben in Deutschland auf Schätzungen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn zurückgegriffen werden. Allein im Zeitraum 2014 bis 2018 stehen bundesweit 135.000 Unternehmen zur Übergabe an, weil Eigentümer aus persönlichen Gründen den Betrieb verlassen. Rund zwei Millionen Beschäftigte sind davon betroffen. "Allein diese Zahl macht die gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Tragweite deutlich. Nach Schätzungen der IHK Baden-Württemberg stehen in diesem Zeitraum 2014 bis 2018 über 18.000 mittelständische Unternehmen zur Unternehmensnachfolge an. Die Betroffenen wissen oft nicht, was auf sie zukommt. Die Planung der Nachfolge, die Finanzierung eines Unternehmenskaufs stellt auch die Politik vor große Herausforderungen", meint Dr. Anemone Bippes.

Fachkräftemangel und Modernisierungsbedarf in Sachen Digitalisierung

Für die Unternehmensnachfolge gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es ist auch Aufgabe von Politik, diese Prozesse aktiv zu begleiten. "Keinesfalls darf der Mittelstand bei dieser wichtigen Aufgabe alleine gelassen werden", so Dr. Anemone Bippes. Gleiches gilt für den Fachkräftemangel. Auch hier ist die Politik am Zug. Der Mittelstand hat große Erwartungen an die neue Bundesregierung. "Unter anderem brauchen wir endlich ein Einwanderungsgesetz. Wir dürfen Zuwanderung nicht länger dem Zufall überlassen. Durchschnittlich dauerte es im zurückliegenden Jahr 2017 ganze 102 Tage, um eine freie Stelle in einem Unternehmen zu besetzen. Fast 150 Tage dauerte es, einen Experten im Bereich Softwareentwicklung oder Programmierung einzustellen", so Dr. Anemone Bippes. Siehe: Fachkräfteengpassanalyse der Bundesanstalt für Arbeit. Großen Nachholbedarf hat der deutsche Mittelstand in Sachen Digitalisierung. Eine Mittelstandsstudie der Commerzbank für das Jahr 2017 kommt zu dem Ergebnis, dass bei rund der Hälfte der Unternehmen dringend notwendige Investitionen in digitale Geschäftsmodelle entweder verschoben oder gar nicht getätigt werden.

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