Nach wie vor bestimmen Schlagzeilen von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung die Medien. Immer wieder sind es gerade Kinder, die unter sozialer Armut leiden. Kinder, deren Eltern arbeitslos sind und die die Folgen daraus zu spüren bekommen, Kinder die keine warme Mahlzeit erhalten, denen Liebe und Geborgenheit fehlen. Deshalb rief Phil Schneider vor einem Jahr das Familienschutzwerk e.V. und dessen Kinderküche ins Leben. Und das wurde kräftig gefeiert. Clown Herzchen & Co sorgten mit lustigen Späßen und Kinderschminken für ein gelungenes Fest. Die Theater- und Tanzgruppe des Vereins, die von der Regisseurin Friedericke Hundertmark bereut wird, gab einen spannenden Einblick in ihre Arbeit und zeigte den Gästen eine Probe ihres Könnens. Zum Abschluss der Feier ließen die Kinder gemeinsam mit den Gästen ihre große selbst gebastelte, bunt gestaltete Wunschrakete in den Himmel steigen.
Seit der Eröffnung im vergangenen Jahr hat sich die Einrichtung in Moabit zu einer wichtigen Anlaufstelle für bedürftige Kinder der Hauptstadt entwickelt. Täglich werden bis zu 30 Kinder kostenfrei mit leckeren und gesunden warmen Mahlzeiten satt gemacht. Wenn nötig, werden Kinder mit frischer Kleidung versorgt. Vorstand des Vereins Phil Schneider und sein Team helfen den Kids bei den Hausaufgaben und geben kostenfreien individuellen Nachhilfeunterricht. „Im vergangenen Jahr konnten die ehrenamtlichen Mitarbeiter/-innen vom Familienschutzwerk mit großem Engagement erfreuliche Erfolge erzielen. Unser Einsatz und das Bemühen, Hilfe anzubieten haben sich gelohnt. Wir konnten vielen Kids helfen, Freund und Berater sein, Tränchen trocknen und sie zum Lachen bringen. Besonders stolz sind wir darauf, dass Kinder durch unsere Hilfe ihre schulischen Leistungen verbessern konnten. Die 11 jährige Nina zum Beispiel schaffte es durch unsere Nachhilfe, von der Note 5 auf eine 3. Ein schöner Erfolg! Nun möchte sie sich auch noch in Englisch verbessern.“, so Phil Schneider. In der Kinderküche erfahren die Kleinen aus sozial schwachen Familien Zusammenhalt und Zugehörigkeit.
Schauspieler Jochen Senf ist vom Familienschutzwerk überzeugt: „Kinderarmut wird in einer Metropole allzu oft gern verschwiegen. Verwahrlosung und Not nicht gern in die Öffentlichkeit gebracht. Deshalb setze ich mich seit mehr als 30 Jahren in sozialen Projekten gegen häusliche Gewalt und für das Wohl sozial schwacher Kinder ein. Mit dieser Einrichtung wird ein wichtiger Beitrag geleistet.“
Doch die Einrichtung ist auf Spenden angewiesen, daher freut sich Phil Schneider über die Beiträge der bisherigen Sponsoren besonders: „Egal, ob kleinere oder größere Spenden, jede Unterstützung hilft.“ Da wäre zum Beispiel der Club „Santa Claus on Road“, der vor Weihnachten mit 250 Weihnachtsmännern auf festlich geschmückten Motorrädern dem Familienschutzwerk eine neue Küche spendierte. Und natürlich die Berliner Volksbank, die Sparda Bank, die KfW Bank sowie freundliche Privatpersonen, die mit Geldspenden dazu beitragen, dass die Kinder täglich satt werden.
Für die Zukunft wünschen sich die Mitarbeiter des Familienschutzwerkes, weitere aktive Förderer zu finden. Schneider erwägt schon die Eröffnung zusätzlicher Kinderküchen in deutschen Großstädten und sucht für Berlin größere Räumlichkeiten, um mehr Kindern Hilfe anbieten zu können.





