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Damit alt nicht arm macht – Tipps für den Gebrauchtwagenkauf

Veröffentlicht von: medienbüro.sohn
Veröffentlicht am: 15.04.2008 16:33
Kategorie: Tourismus, Auto & Verkehr


(Presseportal openBroadcast) - Bonn/Leipzig - Im Frühjahr herrscht Hochsaison auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Auf den Kauf eines „Traumwagens“ folgt aber nicht selten eine böse Überraschung. „Jeder Gebrauchtwagen ist ein Unikat, dem man selten ansieht, ob er vom Vorbesitzer pfleglich behandelt oder vernachlässigt wurde“, sagt Dr. Gerd Neumann, Mitglied der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH http://www.dekra.de. Der Experte warnt auch davor, sich beim Autokauf vom blank polierten blitzenden Blech blenden zu lassen. „Deshalb lieber auf Nummer sicher gehen und das Fahrzeug vor dem Kauf vom Fachmann auf Herz und Nieren prüfen lassen“, meint Neumann.

Gebrauchtwagenzertifikate wie das DEKRA-Siegel gäben Sicherheit beim Autokauf. Hier checke ein Sachverständiger alle Baugruppen des Fahrzeuges anhand von strengen Qualitätsstandards durch. Das Siegel sei für beide Seiten von Vorteil: Der Verkäufer signalisiert damit ein faires Angebot, der Käufer kann sicher sein, dass das Fahrzeug technisch und optisch einwandfrei ist.

Ein wichtiges Sicherheitsplus sei auch eine Gebrauchtwagen-Garantie, die heutzutage alle seriösen Händler als Zusatzleistung im Programm führen, so die Pressestelle der DEKRA. Noch wichtiger ist dieser Schutz vor teuren Reparaturkosten beim Privatkauf, zumal hier meist jegliche Gewährleistung ausgeschlossen ist. Solche Garantieversicherungen könne man schnell und unkompliziert über das Internet abschließen.

Die Laufleistung sei im übrigen für den technischen Zustand eines Fahrzeuges weit wichtiger als das Alter. Deshalb würden die technischen Mängel der wichtigsten Automodelle im neuen DEKRA Mängelreport 2008 nicht mehr nach Alter, sondern nach Laufleistungsgruppen ausgewiesen. In dem Sonderheft „Gebrauchtwagen“ von auto, motor und sport http://www.auto-motor-sport.de könnten Autokäufer nachschlagen, die sich über typspezifische Schwachstellen ihrer Favoriten informieren möchten.

Obwohl der heimliche Dreh am Tacho in Deutschland verboten ist, gehen die Sachverständigen von DEKRA davon aus, dass noch immer viele Gebrauchtwagen mit manipuliertem Kilometerstand über die Straßen rollen. Perfekten Schutz gibt es zwar nicht, doch es empfiehlt sich, die Fahrzeugunterlagen wie Serviceheft, Reparaturrechnungen und HU-Prüfberichte zu studieren und den Tachostand auf Plausibilität zu prüfen, empfiehlt DEKRA. Hinweise auf die Laufleistung geben auch Ölanhänger im Motorraum und der Zustand von Polstern und Pedalen. Stark variierende Laufleistungen sollte der Verkäufer begründen können. Fehlen wichtige Unterlagen wie das Serviceheft, ist große Vorsicht geboten.

Das Geschäft mit den Gebrauchten ist Vertrauenssache. Die Käufer sollten sich zum Beispiel nicht allein auf das Internet bei der Informationsbeschaffung verlassen, rät der Gebrauchtwagenexperte Björn Kießwetter von dem Hannoveraner Beratungsunternehmen International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de: „Das Internet sollte jedoch insbesondere für die Preisfindung und als Vorinformation aktiv genutzt werden. So kann der Gebrauchtwagenkäufer in den Preisverhandlungen besser bestehen. Allerdings ist die ‚Live-Betrachtung’ des Fahrzeuges vor Ort beim Händler gerade bei den älteren Fahrzeugen unabdingbar, da es sich bei Gebrauchtfahrzeugen um Unikate handelt. Das Internet kann über die Kurzbeschreibungen der Fahrzeuge nie den Zustand des Fahrzeuges vollumfänglich wiedergeben.“

Wie beim Aktienkauf sollte man beim Kauf eines Gebrauchtwagen vorab für sich entscheiden, ob man risikoscheu oder risikoreich sei. „Der risikoscheue Käufer sollte ein Gebrauchtfahrzeug bei dem Händler seines Vertrauens kaufen“, so der ICC-Experte Kießwetter. Hier könne über Anschlussgarantien und Servicebausteine sowie „Servicevertrauen“ das Risiko einer Pleite, „auf das falsche Fahrzeug gesetzt zu haben“, minimiert werden. Der scheinbar gegenüber dem Privatmarkt etwas höhere Preis werde über die bessere Nachbetreuung wieder aufgefangen. „Der risikoreiche Käufer kann auch über den Privatmarkt oder über freie Händler sein Glück versuchen, wenn dieser auch technische Kenntnisse mitbringt, kann er ein ‚Schnäppchen’ durchaus machen.“


Pressekontakt:

Sprachsteuerung wird Schlüsseltechnologie für mobiles Internet



Google hat die Nase vorn - Microsoft kann kontern



Düsseldorf/Berlin - Vor wenigen Tagen verkündete Yahoo, die Internet-Suche auf dem Handy bei seinem erneuerten Handy-Suchdienst „oneSearch 2.0“ durch Spracheingabe zu erleichtern. In Zukunft solle es genügen, den Suchbegriff ins Telefon zu sprechen, berichtete der Internet-Konzern in Las Vegas. Für die neue Funktion kooperiert Yahoo mit dem Spracherkennungs-Spezialisten vlingo http://www.vlingo.com, der von Mike Phillips, Gründer von Speechworks und späterer Vorstand von Scansoft (jetzt Nuance), mitgegründet wurde.



„Das beweist einen großen Wandel der Yahoo-Strategie. Beim Fachkongress Voice Days http://www.voicedays.de im vergangenen Jahr äußerte sich die Yahoo-Managerin Geraldine Wilson noch zögerlich, welche Bedeutung Sprachtechnologie für die Strategie des Unternehmens habe. Offensichtlich hat Yahoo erkannt, dass mit der zunehmenden Mobilität, den schrumpfenden Gerätegrößen und der wachsenden mobil verfügbaren Bandbreite der Erfolg des Suchmaschinenangebots vor allem von einem Interface abhängt, das neben guten Suchergebnissen auch mit komfortabler, einfacher und schneller Bedienung punkten kann“, kommentiert der Düsseldorfer Internet-Analyst und Voice Days-Sprecher Bernhard Steimel im Interview mit dem Onlinemagazin NeueNachricht http://www.ne-na.de.



Auch Google zeigt großes Engagement bei der mobilen Suche. Die Kalifornier rekrutierten zunächst Mike Cohen, den Sprachtechnologie-Pionier und Mitgründer von Nuance, und einige Leute aus seinem alten Team. Im vergangenen Jahr trat Google dann mit seiner sprachgesteuerten Telefonauskunft 0800-GOOG-411 dazu an, den Suchmaschinenmarkt mit Sprachtechnologie zu erobern. Dabei wird Google Maps auf das Telefon übertragen – die Suche wird durch Sprechen ausgelöst, die Antwort von einem Text-to-Speech-System (TTS) oder als SMS geliefert. Microsoft vertraut auf seine gute Positionierung bei Smartphones (Windows Mobile) und seiner Serverstrategie, die mit der Umstellung auf den „Communication Server“ große Möglichkeiten der Integration von Sprachanwendungen in eine mobile Internetwelt bietet. Microsoft-Gründer Bill Gates hat mehrfach Sprachtechnologie zu seinem Kernthema erklärt. Um diesem Ziel näher zu kommen, hat auch der Software-Riese einige renommierte Spezialisten eingestellt und den Anbieter Angel.com übernommen.



Erst die mobile Suche schaffe im Web eine Situation, in der die Sprachautomatisierung seine Möglichkeiten zur vollen Entfaltung bringen könne, meint Steimel: „Mit dem Handy kommen Menschen ins Internet, die den Weg über den PC nie genutzt haben oder nutzen werden. Aufgrund des Formfaktors, den Screengrößen, Bedienungslimitierungen und verfügbaren Bandbreiten muss die Suche, also der primäre Zugang zu allen Inhalten und Diensten, auf dem Handy erschwerten Anforderungen gerecht werden. Sie muss sich zur Antwortmaschine weiter entwickeln, die aus der Verknüpfung von Web 2.0 und dem Semantischen Web richtige ‚Antworten’ produziert, statt lange Linklisten auszuspucken. Zudem muss die mobile Suche einfach zu bedienen sein“.



Die sprachgesteuerten lokalen Suchangebote in den USA, die mit kostenlosen Auskunftssystemen über die Schaltung von Audiowerbung signifikante Umsätze erzielen, sind nach Erfahrungen des Sprachdialogexperten Lupo Pape noch nicht das Gelbe vom Ei. „Bei Jingle Networks mit 1-800 FREE 411, Microsoft`s Tellme mit 1-800-555-TELL und Google mit 1-800-GOOG-411 geht es um die Suche in gelben Seiten, wobei Stichworte wie Pizza, PizzaHut, Starbucks oder MacDonalds die mit großem Abstand am häufigsten genutzten Suchbegriffe sind. Aus unserer Sicht sind diese Dienste aber Sackgassen, die zur Zeit noch davon leben, dass Auskunftsdienste kostenpflichtig sind. Es wird sie auch weiterhin geben, aber sie werden unser Leben nicht groß verändern“, sagt SemanticEdge-Geschäftsführer Pape http://www.semanticedge.de.



Spannender seien Ansätze, die noch in den Kinderschuhen stecken und die von mobilen Endgeräten ausgehen. „Hier sind erste Ansätze, wie die von Yahoo und vlingo, mit größerer Aufmerksamkeit zu verfolgen. Gleiches gilt für den Personal Assistant-Ansatz, den beispielsweise Nuance mit seinen sprachgesteuerten Applikationen auf dem Blackberry anbietet. Auch der Einsatz von Spracherkennung bei Navigationsgeräten ist vielversprechend. Hier geht es darum, die Nutzung der mobilen Endgeräte über Sprachsteuerung zu vereinfachen. Etwa bei der Adresseingabe, beim SMS-Diktat oder Telefonieren über die Nennung des Namens. In diesem Bereich haben Firmen wie Nokia, Apple, Microsoft oder Google, die die wichtigsten Spieler des mobilen Internets sein wollen, noch keine klare Strategie offenbart. Das wird sich aber bald ändern, wenn Initiativen wie Android und das G-Phone klarere Formen annehmen werden. Die ersten Endgeräte werden in Kürze verfügbar sein“, so Pape.



Wer von den Suchanbietern schließlich das Rennen um die Hoheit beim mobilen Internet gewinnen wird, hängt nach Auffassung von Steimel davon ab, wer den „Kampf um die besten Köpfe“ mit der größten Marktmacht verbinden kann. „Den Kampf um die Köpfe hat Google bereits gewonnen – besonders durch die Art von Google, immer alles neu zu entwickeln und die geniale Strategie, mit GOOG411 im weltgrößten ‚Freiland-Versuch’ das eigene Sprachmodell zu validieren und mit einer exzellenten Qualität aufzuwarten. Und auch bei der Marktmacht hat Google noch die Nase vorn. Auf der ersten Seite der meisten TK-Unternehmen, die ihren mobilen Kunden eine Suche anbieten, steht in der Regel die mobile Google-Suche, nicht die von Yahoo oder Microsoft Live Search“, führt Steimel aus.



Microsoft habe sicher auch gute Leute, aber auf den Portalen der TK-Unternehen noch keine relevante Präsenz. „Dafür kommt Microsoft aber über die Betriebssysteme ‚von unten’ in den Markt. Wenn sich der Tanker einmal in Bewegung setzt, ist er schwer zu bremsen. Gelingt es Microsoft, Windows Mobile ähnlich wie Windows XP im PC-Markt zum Quasistandard für Betriebssysteme bei Smart Phones zu machen und die Infrastrukturen mit den Communication Servern flächendeckend zu verbreiten, kann der Redmond-Konzern Google vielleicht noch kontern“, erläutert Steimel. Yahoo habe nicht so gute Karten. „Bei einem Zusammenschluss mit Microsoft würde sich das allerdings schlagartig ändern“, resümiert Steimel.





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